Mediencurriculum

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Ausgangslage

Die technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung ist in immer stärkerem Maße durch die digitalen Medien beeinflusst und von ihnen durchdrungen. Digitale Medien verlangen dabei von jedem Einzelnen stetig wachsende und sich ändernde Kompetenzen.


Eine von Digitalität geprägte Gesellschaft und Kultur muss ihre höchste Priorität darauf richten, gerade über den Bereich Medienbildung Partizipation, gesellschaftlichen Anschluss und Erwerbsfähigkeit zu ermöglichen. Im 21. Jahrhundert ist deshalb eine umfassende Medienkompetenz ein immanent wichtiger Schlüssel für die Teilhabe und für die Entwicklung einer aktiven, selbstbewussten Rolle in der Gesellschaft und Arbeitswelt. Medienkompetenz ist hierbei als Zielformulierung zu verstehen, wobei Medienbildung der Weg ist, dieses formulierte Ziel zu erreichen.


Medienbildung als Teil der Allgemeinbildung wird in den meisten Bundesländern heute als eine Aufgabe betrachtet, die in der Schule integrativ in unterschiedlichen Fächern stattfinden soll. Diese Integrationsbemühungen sind im Hinblick auf ein umfassend zu betrachtendes Medienwissen und Medienhandeln leider oft (noch) nicht weit genug gereift. Bisher gibt es nur wenige Ansätze, die Medienbildung als kontinuierlichen Prozess über verschiedene Fächer und Jahrgangsstufen hinweg in systematischer und koordinierter Weise zu realisieren. Das Lernen mit Medien und das Lernen über Medien muss aber insbesondere im Hinblick auf die Bildungspläne 2016/17 und die darin verankerte Medienbildung als Leitperspektive mehr in den Fokus der unterrichtlichen Tätigkeit rücken. Ziel muss es sein, ein selbstbestimmtes und reflektiertes Medienwissen und Medienhandeln der Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten.

Um dies zu unterstützen, bieten wir ein erprobtes Konzept, welches alle Felder der Medienbildung und die Fachinhalte zusammenführt: das Mediencurriculum. Es verbindet die fachlichen Themen mit ausgewählten und empfohlenen Unterrichtsmedien und ermöglicht so eine umfassende Medienbildung, ohne dass ein nennenswerter Mehraufwand betrieben werden muss oder der Fachunterricht zu kurz kommt.

 

Auch einige Schulen haben sich bereits auf den Weg gemacht, ein eigenes Mediencurriculum zu erstellen. Auf dieser Seite finden Sie ausgewählte Beispiele an gelungenen Mediencurricula, die Sie auf Ihrem Weg zur fächerintegrativen Umsetzung der Medienbildung unterstützen sollen.

Die Mediencurricula der Rosensteinschule Stuttgart

Die Rosensteinschule Stuttgart erstellte eigene Mediencurricula für die Grundschule sowie die Sekundarstufe I. Die geforderten Kompetenzen und Inhalte werden in der Sekundarstufe I jeweils den Klassenstufen 5/6 sowie 7/8/9/10 zugeordnet. Die Curricula werden je nach Bedarf vom Kollegium angepasst und weiterentwickelt.

 

Grundschule:
Mediencurriculum für die Grundschule (PDF)

Sekundarstufe I (Klassen 5/6):
Mediencurriculum für die Klassen 5/6 (PDF)

Sekundarstufe I (Klassen 7–10):
Mediencurriculum für die Klassen 7–10 (PDF)

Das Mediencurriculum der Grundschule Wagenstadt

Die Grundschule Wagenstadt erstellte ein eigenes Mediencurriculum für die Grundschule und ordnet die geforderten Kompetenzen und Inhalte jeweils den Klassenstufen 1/2 sowie 3/4 zu. Neben verbindlichen Bereichen enthält das Curriculum auch optionale bzw. fakultative Weiterführungen und Ergänzungen zu bestimmten Themen.

 

Grundschule:
Mediencurriculum für die Grundschule (PDF)